Foto: Oliver Fantitsch

Der Vorname

von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

Premiere: 3. November 2015, Theater Kontraste, Hamburg
Weitere Vorstellungen bis 21. Februar 2016

Die Kinder sind im Bett, und es soll ein gemütlicher Abend unter Freunden und Verwandten werden: Elisabeth und Pierre haben zum Essen eingeladen. Ihr bester Freund Claude kommt ebenso wie Elisabeths Bruder Vincent, der demnächst zum ersten Mal Vater wird. Während alle auf seine schwangere Frau Anna warten, die noch in einem Meeting sitzt, lässt Vincent sich lustvoll mit Fragen zum geplanten Vornamen seines Stammeshalters löchern. Als er den Namen »Adolphe« in die Runde wirft, beginnt die Stimmung zu kippen. Der liberale Literaturprofessor Pierre steigt erschüttert in das provokante Spielchen seines Freundes ein, es kommt zu einem Schlagabtausch, der zunehmend bissiger wird und weit über Sinn und Unsinn von absurden, lächerlichen und verbotenen Vornamen hinaus geht. Nach und nach mischen sich alle ein in die Streiterei. Erst einmal richtig in den Strudel geraten, kommen kleine, große und vor allem bisher unterdrückte Ärgernisse über »Macken«, Ansichten und Verhalten an die Oberfläche, die sich über viele Jahre angesammelt haben und im Namen der Freundschaft und Liebe unter den Tisch gekehrt wurden. Zur Eskalation kommt es allerdings erst, als sich herausstellt, dass nicht nur in der Weltgeschichte, sondern auch in der jüngsten Familiengeschichte eine ganz gehörige Portion Sprengstoff lagert…

“Bildungsbürger außer Kontrolle: Gelungene und (bei der Premiere) mit Getrampel gefeierte Neuinszenierung der französischen Gesellschaftskomödie Der Vorname im Theater Kontraste.” (Hamburger Abendblatt)

Foto: Oliver Fantitsch

Fotos: Oliver Fantitsch

Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière (beide 1971 geboren) stellen in ihrem 2010 uraufgeführten Theaterstück eindrucksvoll unter Beweis, dass unsere französischen Nachbarn mit dem Genre der bissigen Gesellschaftskomödie unverkrampft und elegant umgehen können. Mit ihrem Debütstück DER VORNAME landeten sie den größten Presse- und Publikumserfolg der Pariser Spielzeit 2010/2011. Das Stück wurde für den Prix Molière nominiert, der höchsten literarischen Auszeichnung in Frankreich, und ist inzwischen auch verfilmt worden.

Weitere Informationen:
http://www.komoedie-hamburg.de/veranstaltung/der-vorname/

Mit: Jodie Ahlborn, Konstantin Graudus, Michael Lott, Vivien Mahler und Benjamin Utzerath
Regie: Meike Harten
Ausstattung: Sabine Flunker

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Tierisch gut – Das war der Kammerclub #1

Wir danken der Anne-Frank-Realschule für Mädchen, der Bairishen Geisha (Judith Huber, Eva Löbau, Vivien Mahler) und ihren Gästen: Charlotte Pfeifer, Martin Clausen, Philipp Haupt und Christoph Theussl.

Beim Kammerclub # 1 Tier oder Zahl mit dem Künstlerinnenkollektiv Die Bairishe Geisha und zwei neunten Klassen der Anne-Frank-Realschule ging es um das Thema zähmen und gezähmt werden.

Weitere Informationen:
http://www.muenchner-kammerspiele.de/kammer-4-you/kammerclub-1
http://www.diebairishegeisha.de/index.php?id=aktuell0

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Die Bairishe Geisha “DIE ZWÖLF GESPRÄCHE DER SURREALISTEN ÜBER SEXUALITÄT”

Termine: 04. und 05. Juni 2015, 20 Uhr, im Theaterdiscounter, Berlin

Alles, was zum Bereich des Perversen und der Entdeckung gehört, zerrt Die Bairishe Geisha – in freundlicher Aneignung der intimen Gesprächskreise um den Surrealisten André Breton – schamlos vors Publikum: Frauen, sorgfältig als Männer verkleidet, vertreten in dieser szenischen Lesung vehement männliche Sichtweisen auf Sex.

Zwischen 1928 und 1932 trafen sich Surrealisten aus dem inneren Zirkel um André Breton in Paris in wechselnder Kombination insgesamt zwölfmal, um sich über ihre sexuellen Erlebnisse auszutauschen. Ziel dieser Recherchen war es, zu einem Gefühl vorzustoßen, dem die Surrealisten eine revolutionäre Kraft zuschrieben: dem Begehren.

Nicht in der Sammlung origineller erotischer Erfahrungen lag der Sinn des Unterfangens, sondern im Akt der Enthüllung selbst; ein Initiationsritual fand statt, eine Selbstentblößung aller Gruppenmitglieder, die damit ihrem Zusammenhalt und Mythos eine intime und aufgeklärt-magische Dimension hinzufügten. Die Gespräche der Surrealisten sind ein erstaunliches Dokument für das erwachende Bewusstsein der Gleichberechtigung, auch wenn den Frauen selbst bei diesen Recherchen nur selten das Wort erteilt wurde.

Zusammen mit dem Musiker Santiago Blaum orchestriert Die Bairishe Geisha die Stimmen von André Breton, Louis Aragon, Paul Eluard, Man Ray, Max Ernst, Yves Tanguy und anderen.

Ich glaube an die künftige Auflösung dieser scheinbar so gegensätzlichen Zustände von Traum und Wirklichkeit in einer Art absoluter Realität, wenn man so sagen kann: Surrealität. (André Breton)

Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/events/813508158718082/
http://www.theaterdiscounter.de/tickets

Mit: Santiago Blaum / Judith Huber / Eva Löbau / Vivien Mahler / Axel Röhrle
special guests: Oliver Haffner / Sebastian Schuba / Patrick Wengenroth
Bühne: Markus Grob
Kostüm: Veronika Schneider
Künstlerportraits: Franz Müller / Jeanette Müller / Markus Grob
Eine Koproduktion von: Die Bairishe Geisha mit dem Staatstheater Darmstadt und dem Institut Mathildenhöhe
Gefördert vom: Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Die Bairishe Geisha ist ein spartenübergreifendes Langzeitprojekt von Judith Huber und Eva Löbau, mit der Zielsetzung, Die Bairishe Geisha als urbane Mythengestalt im kollektiven Gedächtnis zu verankern. Die Bairishe Geisha ist eine Bühnenfigur, vor allem aber Denk- und Vorstellungsraum für universal-theatrale Ereignisse, die ihr Material aus dem persönlichen Zugriff auf lokale und internationale Phänomene gewinnt. Das Ensemble entwickelt seit 1998 in verschiedenen Besetzungen Theaterperformances, mit denen es u.a. an den Münchener Kammerspielen, am Münchner Volkstheater, auf Kampnagel Hamburg, und in Berlin am HAU und am Theaterdiscounter gastierte. Die Arbeit von Die Bairishe Geisha wurde mit dem AZ-Stern des Jahres 2005 ausgezeichnet. Weitere Produktionen wurden 2007 zum Festival Impulse, 2009 zum Theaterfestival SPIELART sowie 2010 und 2012 zum RODEO Festival eingeladen.

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Die Bairishe Geisha “RECHERCHEN IM REICH DER SINNE”

Premiere: 20. September 2014 im Haus Glückert in Darmstadt
Weitere Vorstellungen: 21. September und 4./5. Oktober 2014
München Premiere: im November 2014 im Pathos München

Weitere Vorstellung am 15. März 2015 im Volkstheater München.

Die zwölf Gespräche der Surrealisten über Sexualität

Die Bairishe Geisha und Santiago Blaum in Koproduktion mit dem Staatstheater Darmstadt, Mathildenhöhe und Pathos München

»Inwieweit kann der Mann den Orgasmus der Frau erkennen?«
»Haben Sie jemals bis zum Höhepunkt vor einer Person des anderen Geschlechts masturbiert?«
»Was halten Sie vom Geschlechtsverkehr in einer Kirche?«

Zwischen Januar 1928 und August 1932 trafen sich die Surrealisten aus dem inneren Zirkel um André Breton in Paris in wechselnder Kombination insgesamt zwölfmal, um sich über ihre sexuellen Erfahrungen auszutauschen.

Ziel dieser Recherchen war es, zu einem Gefühl vorzustoßen, dem die Surrealisten die Kraft der Rebellion zutrauten, dem sexuellen Begehren. Der unausgesprochene Sinn des Unterfangens lag nicht in der Sammlung origineller sexueller Erfahrungen, sondern in dem Akt der gegenseitigen Enthüllungen selbst: Es war ein Initiationsritual, eine simultane Selbstentblößung der ganzen Gruppe, die damit ihrem Zusammenhalt und ihrem eigenen Mythos eine sehr intime aufgeklärt-magische Dimension hinzufügte.

Zusammen mit dem Musiker Santiago Blaum orchestriert Die Bairische Geisha die Stimmen von André Breton, Louis Aragon, Paul Éluard, Man Ray, Max Ernst, Yves Tanguy und anderen und fragt nach »allem, was zum Bereich des Perversen und der Entdeckung gehört«.

Weitere Informationen:
http://www.diebairishegeisha.de
https://www.facebook.com/bairishegeisha

Mit: Santiago Blaum, Judith Huber, Eva Löbau, Vivien Mahler u.a.
Kostüme: Veronika Schneider
Foto: Stefanie Giesder

Die Bairishe Geisha – Pornokabarett

Die Bairishe Geisha “PORNOKABARETT”

Mi 16., Do. 17., Fr 18., Sa 19., So 20. Oktober 2013, 20:00 Uhr
Cabaret Pigalle, München

Wiederaufnahme: Mi 19.2., Do 20.2., Fr 21.2.2014, 20:00 Uhr

In der Thalkirchnerstrasse, unweit vom Schlachthof befindet sich das Pigalle, ein ehemaliges Animierlokal. An diesem Ort der maximalen Fleischlichkeit präsentiert Die Bairishe Geisha ihr neues Stück “Pornokabarett“.

“Pornokabarett“ ist eine magische Zeremonie und eine Auseinandersetzung mit den Erwartungen der Zuschauer an die zwei Performerinnen, die unter dem Namen “Die Bairishe Geisha“ seit Jahren Theater machen.

Die Bairishe Geisha präsentiert sich als ihr eigenes Klischee, als frivole Unterhaltungskünstlerin mit bayerischen Wurzeln und japanischer Seele.

Sex und Witze sind das was man von ihr erwartet und wer Die Bairishe Geisha kennt, weiß dass sie das Spiel mit Erwartungen, Versprechungen und Enttäuschungen mit hohem Einsatz spielt.

Unter dem Deckmantel der frivolen Unterhaltung legt Die Bairishe Geisha ihren Finger in die Wunden der kapitalistisch-sexistischen Realität und macht sich auf eine Reise zu den Phantomen des Ortes und den Gespenstern ihrer eigenen Geschichte. Drei Gefährten werden sie auf ihrem Weg begleiten und es ist kein Zufall, dass die Zusammensetzung der Truppe wie ein Witz klingt: Treffen sich eine Geisha, eine Frauenärztin, ein Maler und ein Musiker im Cabaret…

Von und mit: Judith Huber, Eva Löbau, Vivien Mahler, Jörg Besser, Dim Sclichter
Konzept/Regie: Judith Huber, Eva Löbau
Musik: Dim Sclichter, Ausstattung: Stefanie Oberhoff. Bauten: Jörg Besser
Licht: Johanna Seitz, Foto: Daniel Kraus. PR-/ Produktion: Katrin Dollinger / rAT&TAt kulturbuero

Beginn: 20.00 Uhr. Ab 22.00 Uhr Aftershow Party
Cabaret Pigalle, Thalkirchnerstr. 23. 80337 München
Karten: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro
Reservierung aufgrund beschränkter Platzzahl empfohlen!
tickets@ratundtat-kulturbuero.de
Tel.: 0151/57445389

Weitere Informationen:
http://www.diebairishegeisha.de
https://www.facebook.com/bairishegeisha

Eine Produktion von Die Bairishe Geisha GbR, Judith Huber & Eva Löbau.
Mit freundlicher Unterstützung der LH München Kulturreferat